Stress und Nebennierenschwäche

Ob Sie gut mit Stress umgehen können, bestimmt unter anderem das Cortisol. Cortisol ist unser Aktivitäts-oder Stresshormon, es regt einen gleichbleibend fließenden abbauenden Stoffwechsel an, damit wir bei Aktivität und Belastung gut versorgt sind. Es wird in der Nebennierenrinde produziert, wirkt dämpfend auf das Immunsystem und ist entzündunghemmend.

Cortisol wird in der zweiten Nachthälfte produziert, damit es Ihnen für den Tag zur Verfügung steht, anders als unser Akut-Stress-Hormon Adrenalin wirkt es träger und bildet den Grundteppich für die Stressreaktion.

Morgens ist der Cortisolspiegel hoch, abends niedrig, deshalb fühlen wir uns morgens wach und abends müde, es ist das wichtigste Hormon das bei psychischem und physischem Stress ausgeschüttet wird. 

Durch Dauerstress wird der Cortisol-Spiegel ständig erhöht, bis er sich nach einer mehr oder weniger langen Widerstandsphase leerläuft und in den Keller geht. Dies erzeugt ein Gefühl der Erschöpfung, die Nebennieren schaffen es nicht mehr , die hohen Hormonkonzentrationen aufrecht zu erhalten. Die Speicher sind leer.

Folge des anhaltend hohen Verbrauchs ist auch, daß Vorläuferhormone wie Pregnenolon und Progesteron ( die auch Männer haben ) verbraucht werden, da im Notfall, und viel Stress ist für den Körper ein Notfall, aus jenen Cortisol gebildet werden kann. Damit erlöschen die ganzen positiven Eigenschaften dieser Hormone und auch die daraus gebildeten Östrogene und Androgene sinken, es schwindet buchstäblich die Lust auf die Lust...

Sie sehen und fühlen es auch, Stress hat viele Gesichter...

Oftmals ist das dann auch genau die Situation, in der Entzündungen hochschießen, denn Ihr körpereigenes Cortisol, wenn es ausreichend vorhanden ist, sorgt für ein Niederhalten von Entzündungen, so bekommen Sie nach anhaltendem Stress z.B ein entzündetes Knie und fragen sich, wo das auf einmal herkommt, nicht wissend, dass ihr Körper das nicht mehr bewältigen kann weil ihm Cortisol fehlt. Nicht umsonst gibt es in der Schulmedizin die Antwort auf fast alle Entzündungen mit dem chemischen Derivat Cortison, das im Körper nicht diesselbe, aber ähnliche Funktion wie das Cortisol hat.

Es kann also nur in Ihrem Interesse sein, dass der Körper das wieder selbst produziert, dazu wird ein Cortisol-Tagesprofil erstellt. 

Ist der Mangel stark ist, werden die Nebennieren erst einmal in den Urlaub geschickt, damit sie sich erholen können. Sie bekämen von mir vorrübergehend ein bioidentisches ( = baugleich wie das körpereigene ) Cortisol in geringer Dosierung, es ist verschreibungspflichtig und wird über die Haut angewendet, parallel werden alle Kleinstnährstoffe aufgefüllt, die die Nebennnieren brauchen um wieder selbständig produzieren zu können. Sobald die Situation wieder besser ist, wird das Cortisol wieder ausgeschlichen, die Nährstoffe bleiben Ihnen ein wenig länger erhalten um die Situation zu stabilisieren.

Ebenso gibt es immer auch äußere Situationen, die mit bedacht werden wollen, diese sind genauso wichtig, z.B spielt hoher Zuckerkonsum eine entscheidende Rolle, hierbei unterstütze ich Sie mit all meinen Möglichkeiten, um Ihnen Werkzeuge in die Hand zu geben, Umstände positiv zu verändern.

Und natürlich reicht  oft ein alleiniges Betrachten der Hormone nicht aus, falls nötig werde ich Ihnen ergänzende Maßnahmen vorschlagen, die Ihr persönliches (Körper-) Gefühl des Gestresst-Seins verändern und eine geänderte Stoffwechsellage mit sich bringen.

Tags: Stress, Progesteron, Cortisol, Nebennierenschwäche, Pregnenolon