Curcumin

Die Kurkumawurzel - fast jeder kennt das Gewürz, mit dem so herrliche Curries zubereitet werden. Die Ayurveda-Medizin kennt den Extrakt aus der Gelbwurzel (=Curcumin) schon sehr lange und schätzt sie wegen ihrer außerordentlichen Heilwirkung. Auch hier im Westen wird sie prominenter und hat sogar in die Leitlinientherapie der Ärzteschaft zu chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Eingang gefunden. Und genau das kann das Curcumin, Entzündungen behandeln...

Aber es kann noch mehr. Klinische Untersuchungen ergaben auch, daß es stark antioxidativ, anti-tumorös, schmerzlindernd, knochenerhaltend, neuroprotektiv, blutfettsenkend, gefäßschützend und immunstimulierend wirkt. Daraus leiten sich natürlich die Anwendungsgebiete ab.

Da der Curcuminextrakt sehr schlecht wasserlöslich ist, muß jede pharmakologische Zubereitung einen Weg finden, gut über den Darm aufgenommen zu werden, was zum Teil mit Mizellenbildung versucht wird (=der Wirkstoff wird in winzig kleine Fetttröpfchen eingeschlossen und wird dadurch aufnehmbar) oder es werden die ätherischen Kurkumaöle, die auch in der Wurzel vorhanden sind, dabei behalten (das wirkt wie ein natürlicher Emulgator). Eine eigene Herangehensweise ist die Zubereitung von Curcumin mit Ingwer und schwarzem Pfeffer, eingenommen mit einem Eßlöffel Kokosöl als Emulgator, was als Rezeptur auch bekannt ist.

Welchen Weg man auch wählt, die wohltuende und heilende Wirkung ist unbestritten und kann bei vielen Krankheitsbildern eingesetzt werden.

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