Keratokonjunktivitis sicca oder das trockene Auge

Das trockene Auge besitzt mittlerweile mit einer ca. 15%-igen Ausbreitung in der Bevölkerung den Charakter einer Volkskrankheit, zu viele sind davon betroffen. Es lohnt sich also, mal einen Blick darauf zu werfen, weshalb. Wie äußert sich das trockene Auge?

Durch:  Fremdkörpergefühl, Brennen, Kratzen, Reiben, Sandkorngefühl, Druckgefühl der Augen, Schmerzen, müde Augen, Lidschwellung, verklebte Lider, Bindehautrötung, Gefühl des Tränens, Sehstörung,Blendung, Lichtscheu....

Wenn man die Ursachen anschaut, erkennt man schnell, daß es sich bei dieser Erkrankung nur um die Spitze eines Eisberges handelt, der seine Ausbreitung bekanntermaßen zu mindestens 2/3 unterhalb des Meeresspiegels hat...

Doch zuerst: Was wird üblicherweise gemacht? Tränenersatzmittel verordnet, die größtenteils die natürlichen Abflußwege des Tränenkanals verschließen und so die Tränenflüssigkeit länger auf dem Auge halten sollen. Ist das sinnvoll? Ja und nein. Ja, weil die Befeuchtung gewährleistet wird, nein weil der Stoffaustausch stagniert, da der Tränenkanal zu ist und so auf der Hornhaut auch Stoffe, die man nicht mehr da haben will (zur Aussscheidung vorgesehene) verbleiben und leicht Entzündungen verursachen.

Wie kommt es also zu den Symptomen des trockenen Auges?

Nun,  die Gründe sind vielfältig, manchmal ist es nur der mangelnde Lidschlag durch zu viel Bildschirmarbeit, man starrt konzentriert auf ein und denselben Punkt.... aber auch Klimaanlagen, Umweltbelastungen, Kontaktlinsen, Hormonstörungen wie z.B. die Pilleneinahme und Antiandrogene, Medikamente wie Beta-Blocker etc.... haben Einfluß ( Speziell das bei beiden Geschlechtern vertetene Estriol ist auch für das Auge und dessen Befeuchtung wichtig und sollte in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen ). Sie sehen, vieles ist hausgemacht und der äußeres Einfluß kann beseitigt werden... und wie ist das mit den inneren Einflüssen?

Einen nicht unerheblichen Anteil an der Symptomatik hat die Histaminintoleranz, das Fehlen von Antioxidantien und die fehlende Ausscheidungsfähigkeit über die Entgiftungsorgane Leber, Niere und Darm. In der chinesischen Medizin ist das Auge Ausdrucks-oder Sinnesorgan des Holz-Elementes, also der Leber-Galle-Systems. Wenn hier die Funktion beeinträchtigt ist, geht es auch dem Auge schlecht. Folglich fragt man nicht nur nach dem Auge sinnvollerweise, sondern auch, wie gut es dem Leber-Galle-System geht, sowie ob die Nieren optimal arbeiten. Denn Sie können sich vielleicht vorstellen, daß Stoffwechselabfallprodukte, die der Körper nicht los wird, auch irgendwann mal das Auge erreichen. 

Wenn also das Leber/Galle-System auffällig ist, fragt sich der chinesisch ganzheitlich orientierte Praktiker auch, wie es mit der Entspannung aussieht, denn wie auch der Rest des Körpers können sich die Muskeln um die Augen verspannen, den Tränenabflußkanal behindern und die Zeit zu Entspannen ist angezeigt.

Wenn eine Histaminintoleranz im Hintergrund liegt, sind sich die Symptome zum verwechseln ähnlich und man kann ganz schnell differenzieren, wenn man eine kurzzeitge Histamin-Nahrungskarenz einführt, wie durch Zauber erholt sich das Auge.

Und schließlich braucht das Auge, um gesund zu bleiben, ein hohes Maß an Vitamin A und C, auch nach Mangel sollte hier gefahndet werden

 

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