Neuigkeiten und Veranstaltungen 2017

 aus gegebenem Anlass ist es mir dieses Jahr leider nicht möglich, eigene Veranstaltungen anzubieten, ich bemühe mich aber nach Kräften, interessante Themen für Sie bereitzustellen...

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17/06/27
Riskiokompetenz -   Haben Sie noch Angst oder entscheiden Sie schon ?  //  
Sie fragen sich, ob Sie ein PSA- oder Mammografie- Screening durchführen lassen sollen und verstehen absolut nicht, was Ihr Arzt Ihnen erklärt, schlimmer noch, Sie sind vollständig verwirrt, wenn Sie, das Merkblatt in der Hand, die Arztpraxis verlassen? Nun, damit sind Sie nicht alleine, Ihr Arzt versteht es genauso wenig, da er es in seiner Ausbildung nicht oder nur mangelhaft lernt. Wenn er Ihnen erklärt, Ihr Brustkrebsrisiko sinke um 25%, wenn Sie am Screening teilnehmen, dann denken Sie doch sicher, 25 von hundert bzw. 250 von 1000 Menschen weniger werden daran erkranken. 25 % !!  Das ist doch mal eine Zahl! Da würden Sie sicher mit einem Angstgefühl die Praxis verlassen, und Ihre Entscheidung kann ob dieser Zahl nicht mehr überlegt sein. Was aber, wenn hier relatives mit absolutem Risiko verwechselt wurde? Wenn die Untersuchung statistisch gesehen  5 statt 4 von 1000 ! ( also so gesehen 25% mehr) Frauen hervorbringt, die an Brustkrebs erkranken, die Sterblichkeitsrate hiervon aber unberührt bliebe, wäre also gleichbleibend, mit oder ohne Screening? Im Gegenzug stünden dazu aber weitere aufwendige Untersuchungen, monatelange Unsicherheit, bis Entwarnung gegeben werden kann, daß kein progressiver Krebs vorhanden ist....aber auch das Erfassen von Tumoren, die kein wirkliches Risiko für Frauen darstellen, in der Konsequenz aber nicht selten zur vollständigen Brustentfernung führten, fallen leider in das Portfolio des Screenings... Nun, mit diesem Hintergrund hätten Sie es schon leichter, eine Entscheidung zu treffen... Und was das PSA- Screening betrifft, so sind die Risiken 1:1, es ändert sich für Sie nichts, ob Sie hingehen oder nicht. Werden Sie risiko-und gesundheitskompetenter und lauschen Sie diesem Herrn, der Ihnen dazu einiges zu sagen hätte:

Eine gute Quelle zu den Faktenboxen finden Sie hier: Faktenbox Brustkrebsfrüherkennung und hier: Faktenbox Prostatakrebsfrüherkennung.

 

17/06/11
Ethik in der Rhetorik - oder: was man mit Worten alles anrichten kann... // 

In Zeiten brisanter politischer Reden, die großflächig Angst machen können wenn Sie von amtierenden Präsidentschafts-Persönlichkeiten erfolgen nehme ich kopfschüttelnd wahr, welche Art der Rhetorik ins Amt hilft. Die Eigenauskunft "man sei in bester Verfassung" einen rätselnd zurückläßt und frau sich fragt was passieren wird, wenn eine persönliche Präsidenten-Krise auftaucht, das Atomköfferchen liegt ja in Reichweite...

Aber auch der z.B. heikle medizinische Befund, ungut kommuniziert, wird mehr Schaden anrichten als eine heilsame Richtung aufzeigen. Wieviel Macht in Worten steckt, wird hier sehr klar.

Aus diesem Anlaß würde ich gerne den Vortrag ( Podcast ) eines sehr lieben Freundes vorstellen, Dr. Franz-Hubert Robling, der sich der Rhetorik und der Ethik in derselben  verschrieben hat. Er behandelt das "Instrumentalisierungsverbot", ...die "Persuasion, die nicht mit allen Mitteln angestrebt werden darf" (Minute 42:30)  was bis zu einer "Verletzung der Menschenwürde" (Kant, Minute 43) reichen kann... Gute Themen, historisch aufgearbeitet...

( die Tonqualität ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, wird aber nach ein paar Minuten, etwa ab Minute 6:50 deutlich besser ) 

Einfach  was passieren kann, wenn Gewalt in der Sprache, historisch aus der gewaltsamen Handlung entstanden, seine Opfer findet, auch die Lösungsansätze werden präsentiert. Viel Freude beim Hören!  //